Über Aromen

Ein Aroma ist kein Einzelstoff, sondern immer eine komplexe Mischung vieler Einzelsubstanzen. Diese werden meist in sehr kleinen Mengen in unseren Lebensmitteln verwendet. Allein der Apfel weist schon etwa 300 flüchtige Aromastoffe in seiner Zusammensetzung auf.
Wie wir alle wissen, hat der Mensch verschiedene Sinnesorgane, wie z.B. den Geruchs- oder Geschmacksinn. Unsere Zunge schmeckt daher nur süß, sauer oder auch salzig. Das Aroma nehmen wir erst wahr, wenn uns zusätzlich der Duft förmlich in die Nase steigt.

Lebensmittel werden mit Aroma versetzt, um Ihnen Geschmack und Geruch mit einer besonderen Note zu verleihen. So kann ein Aroma aus verschiedenen Stoffen, Extrakten, thermische Aromen oder auch Raucharomen bestehen. In unserer Natur findet man bislang ca. 10 tsd. Aromastoffe, von denen etwa 2.500 zur Herstellung von Aromen eingesetzt werden.


Lebensmittel-Aromen

Für die Gewinnung von Extrakten aus natürlichen Quellen, wie z.B. Obst oder Gemüse, bedarf es normalerweise große Mengen davon. Leider ist es jedoch so, das auf dem Weltmarkt weder solche Bedarfsmengen, noch die Qualität und ein konstanter Preis immer kontinuierlich zur Verfügung stehen. So würde z.B. die gesamte Vanilleproduktion dieser Welt, gerade einmal den natürlichen Bedarf an Vanille in Deutschland abdecken. Oder man denke nur an die vielen Früchtesorten, die im Joghurt enthalten sein müssten, um den typischen Geschmack wiederzugeben. Diese Erntemenge, ist weltweit so nicht verfügbar.

Resultierend aus diesen Gegebenheiten, werden Aromen in verschiedenen Varianten angeboten. Es gibt trockene, pulverförmige aber auch pastenförmige und selbstverständlich flüssige Aromen. Letzteres findet am häufigsten Verwendung in jeglicher Verarbeitung wie Getränken, Süßwaren oder auch Milchprodukten. Trockenaromen hingegen finden in Snacks, Soßen oder Puddingpulver ihre Verwendung.
Weil Aromastoffe konzentriert sehr Geschmacksintensiv sind, vermischt man sie mit Trägerstoffen wie z.B. Alkohol, Stärke oder Laktose (Milchzucker). In unserem Produkt den –Tasteick-, kann somit bis zu 0,2% Alkohol vorkommen. Trägerstoffe in Lebensmitteln dienen dazu, um die Dosierung des Aromas besser zu ermöglichen. Auch üblich ist es, Zusatzstoffe wie Konservierungsstoffe oder Antioxidantien zu verwenden, um die Haltbarkeit zu steuern. Wie die Aromastoffe selbst sind diese Zusatzstoffe umfangreich geprüft und vom Gesetzgeber zugelassen worden.


Höchstmengen für mögliche Verunreinigungen

Wir von Tasteick achten im Rahmen unserer Sorgfaltspflicht sehr genau auf die Einhaltung der gesetzlich festgelegten Grenzwerte. Alkohol ist für Aromen ein wichtiges Träger- und Lösungsmittel. Die Menge an Alkohol (Ethanol, Propylenglycol, Glycerintriacetat), die über ein Aroma in das Endprodukt gelangt, liegt zwischen 0,01 und 0,2 Prozent. Zum Vergleich: Traubensaft enthält natürlicherweise bis zu einem Prozent Alkohol. Als alkoholfrei gelten alle Getränke und Lebensmittel, deren Alkoholgehalt so gering ist, dass er auf alkoholempfindliche Menschen keinen feststellbaren Einfluss mehr ausübt oder befürchten lässt. Dabei wird ein Alkoholgehalt von 0,2 bis 0,5 Volumenprozent als medizinisch unbedenklich angesehen. Es gibt also keine Hinweise darauf, dass durch den Alkohol, der über ein Aroma in Lebensmittel eingetragen wird, gesundheitliche Auswirkungen zu erwarten sind.


Höchstmengen für unerwünschte natürliche Stoffe

Viele Gewürze und Kräuter enthalten natürlicherweise aromatische Verbindungen, die in größeren Mengen giftig sein können. Dazu gehört zum Beispiel das Cumarin, das in Waldmeister und Zimt vorkommt oder Pulegon aus der Pfefferminze. Diese Substanzen werden von den Pflanzen gebildet, um sich vor natürlichen Feinden zu schützen. Der Verbraucher muss aber nicht auf Waldmeister, Zimt und Pfefferminze verzichten. Der Gesetzgeber hat festgelegt, dass diese Wirkstoffe nicht von ihrem Aromaträger isoliert verwendet werden dürfen. Für den Einsatz von Kräutern und Gewürzen sowie die daraus hergestellten Extrakte, die diese Wirkstoffe natürlicherweise enthalten, gelten Höchstmengen für Lebensmittel.


Verbraucherschutz

Die Kennzeichnungsregeln und Definitionen für Aromen sind europaweit einheitlich geregelt und in der EG-Aromenverordnung festgelegt. Darüber hinaus regelt der Gesetzgeber über eine sogenannte Positivliste, welche Aromastoffe in Europa eingesetzt werden dürfen und welche Reinheitskriterien diese erfüllen müssen.


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